Soziale Konfliktschlichtung

Mit der Sozialen Konfliktschlichtung bieten wir eine an das Verfahren der Mediation angelehnte Jugendhilfemaßnahme an. Sie hat den Ausgleich und die Beilegung eines akut bestehenden Konflikts zwischen einem strafunmündigen Kind und anderen Beteiligten als Ziel und wird von in Mediation ausgebildeten Fachkräften durchgeführt.

In den entsprechenden Gesprächen mit den teilnehmenden Kindern und Eltern/Personensorgeberechtigten wird, neben der Auseinandersetzung mit der Konfliktsituation, auch ein tiefergehender Blick auf die Lebensumstände und die Familien- und Erziehungssituation des jungen Menschen sowie seines sozialen Umfelds geworfen.

Wir richten dieses Angebot als Jugendhilfemaßnahme innerhalb des Programms der frühen Intervention und Beratung von Strafunmündigen (FIBS) an sozial auffällige und/oder delinquente Kinder, die einen pädagogischen Unterstützungsbedarf aufweisen. Es handelt sich bei der Zielgruppe um Kinder unter 14 Jahren, die durch ihr Verhalten entweder polizeilich in Erscheinung getreten sind oder durch die Art oder Schwere der Beschuldigung über die Jugendhilfe im Strafverfahren zugewiesen werden.

Die Soziale Konfliktschlichtung hat in ihrer Zielsetzung zwei Adressaten: Das beschuldigte Kind und die geschädigte Person.

Im Hinblick auf das auffällig gewordene Kind wird als Ziel die Normverdeutlichung verfolgt. Hierfür wird das in Bezug auf den Vorwurf vorliegende Verhalten aufgearbeitet sowie das bisher gezeigte Konfliktverhalten gemeinsam mit dem Kind analysiert. Der Fokus der Sozialen Konfliktschlichtung liegt hierdurch auch auf dem Vermeiden erneuter Delinquenz.

Für die geschädigte Person, die aktiv in das Schlichtungsverfahren mit dem/den Strafunmündigen einbezogen wird, ermöglicht die Soziale Konfliktschlichtung zudem die Tatverarbeitung sowie ggf. die Möglichkeit einer Wiedergutmachung.

 

Ansprechpartner

Stefan Streitel
Bereichsleitung
Fon 0621 / 592 961-123
Mobil 0160 / 80 66 965
E-Mail: stefan.streitel@3b-v.de

 

Ihr Weg zu uns

 
X